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Familienbewusste Personalpolitik

BMFSFJ_Familienbewusste_Personalpolitik_2006.pdf

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Datum: 17.08.2007
Format: pdf
Größe: 1.5 MB
Autor:

Sprache: DE
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Beschreibung

Der Leitfaden zum Thema familienbewusste Personalpolitik wendet sich gleichzeitig an Arbeitnehmervertretungen sowie Unternehmens- und Personalleitungen. Denn die Tipps und Informationen, wie sich Familienfreundlichkeit in Unternehmen regeln lässt, sind für alle Beteiligten gleich wichtig.

Auszug des Inhalts (unformatiert)

[...] Zudem wurden bisher nicht tariflich vereinbarte Einmalzahlungen zusammengefasst und in den Tarifvertrag mit aufgenommen. Den Durchbruch in den Verhandlungen brachte ein kreatives Angebot der Geschäftsleitung. KWS sattelte eine Kinder-Komponente auf das Paket drauf: eine gesonderte Betriebsvereinbarung mit monatlich bis zu 150 Euro Kinderbetreuungszuschuss pro Vorschulkind eines oder einer Beschäftigten ? steuerfrei. Voraussetzung: Das Elternteil muss mindestens sieben Monate im Betrieb sein und die Betreuungskosten nachweisen. Die positiv überraschte Gewerkschaft (Ronald Schminke vom Bezirksverband Niedersachsen-Süd: ?Mir wurde richtig ? Wachstum mit Familienfreundlichkeit bei KWS in Einbeck. Familienbewusste Personalpolitik: ein Überblick Familienorientierte Maßnahmen zahlen sich für alle Beteiligten aus. Aus Sicht von Unternehmen und Beschäftigten gibt es viele Argumente: Aus Sicht der Unternehmen: I Arbeitskräftepotenzial Unternehmen können es sich angesichts der demografischen Entwicklung nicht mehr leisten, auf das Arbeits- und Kreativitätspotenzial gut ausgebildeter und motivierter Frauen und Männer mit familiären Verpflichtungen zu verzichten: II Heute beträgt die Erwerbstätigenquote von Frauen im Alter zwischen 15 und 65 Jahren in Deutschland 58,4 Prozent. Davon arbeiten gut 42 Prozent 1 in Teilzeit. II Mehr als 40 Prozent der Frauen in Westdeutschland, die vor der Geburt ihres Kindes berufstätig waren, kehren nach dreijähriger Elternzeit nicht wieder 2 an ihren Arbeitsplatz zurück. II Viele Frauen ? 59 Prozent in Westdeutschland und 63 Prozent in Ostdeutschland mit Kindern bis zu drei Jahren ? würden wieder arbeiten gehen, wenn die Rahmenbedingungen stimmen, zum Beispiel durch Arbeitszeitregelungen oder Kinderbetreuung. II 78 Prozent der jungen Väter sehen den Sinn des Lebens im Wohlbefinden 3 ihrer Kinder . Doch gerade die Väter sind beruflich stark eingebunden. 4 Ein Drittel arbeitet 45 Stunden in der Woche oder mehr . Drei Viertel der 5 Männer erwarten berufliche Nachteile, wenn sie in Elternzeit gehen . 7 schwindelig?) freute sich ? nicht nur, weil solche Netto-Zuschüsse sonst lange Verhandlungen erfordern. ?Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist aufgrund der gesellschaftspolitischen und sozialen Relevanz natürlich auch ein Thema für uns?, sagt Gewerkschafter Schminke. Die Akzeptanz des Kinderbetreuungszuschusses ist nicht nur bei den Eltern, sondern in der ganzen Belegschaft hoch ? also auch bei den Beschäftigten, die keine oder bereits zu alte Kinder haben. Heute kommt der Zuschuss den Eltern von 48 Kindern zu Gute. Für die Unternehmensleitung wiederum ist der Kinderbetreuungszuschuss vor allem eine pragmatische Entscheidung, Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen mit Kindern aktiv zu unterstützen. Ohne viel Aufhebens darum zu machen, praktiziert das 150 Jahre alte Unternehmen, in dem noch immer Nachfahren der Gründerfamilien in Führungspositionen aktiv sind, eine familienfreundliche Personalpolitik: ?Wir finden üblicherweise individuelle Lösungen, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu ermöglichen?, sagt Gabriele Siggelkow, Leiterin Personalwesen bei KWS. Info: www.kws.de Biotechnikum ? I Einsparpotenzial Durch Familienfreundlichkeit können Unternehmen Kosten senken ? weil sie so familiär bedingte Fehlzeiten und Aufwand für Überbrückung, Wiedereingliederung oder Wiederbeschaffung vermeiden: II Durch Qualifizierung, Einarbeitung und Minderleistung entstehen Wiedereingliederungskosten zwischen 2.000 Euro und 12.000 Euro pro 6 Person (abhängig von Einkommensklasse und Dauer der Abwesenheit) . Deshalb gilt es, die schnelle Rückkehr aus der Elternzeit zu fördern. II Kehrt eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter nach der Elternzeit nicht an den Arbeitsplatz zurück, kann der Ersatz bei hoch qualifizierten Beschäftigten bis zu 40.000 Euro kosten. Gute Betreuung und geeignete Arbeitszeitmodelle können das abfedern. II Eine verlässliche Kinderbetreuung reduziert die Fehlzeiten eines berufstätigen Elternteils um durchschnittlich 1,5 Fehltage im Jahr. I Arbeitgeberimage Die Absolventenzahlen sinken, der Kampf um die klügsten Köpfe wird immer härter. Familienfreundliche Unternehmen stehen bei vielen Bewerbern hoch im Kurs. Eine familienfreundliche Personalpolitik macht das Unternehmen attraktiv und wettbewerbsfähig auf dem Bewerbermarkt. I Erhalt von Wissen, Erfahrungen und Kontakten Unternehmen, die einen schnellen Wiedereinstieg ermöglichen, sichern sich nach familiär bedingter Auszeit der Beschäftigten deren Wissen, Erfahrungen und Kontakte. 8 Gründe für familienbewusste Personalpolitik Aus Sicht der Arbeitnehmervertretungen: I Umfassende Vertretung der Beschäftigten Arbeitnehmervertreterinnen und -vertreter können ihre Kompetenzen unter Beweis stellen und sich profilieren, wenn sie das Thema Familienfreundlichkeit im Unternehmen auf ihrer Agenda haben: II 90 Prozent der Beschäftigten mit Kindern wünschen sich Hilfe durch den 7 Betrieb, um Familie und Karriere erfolgreich zu verbinden. II Das Betriebsverfassungsgesetz ruft die Betriebsräte ausdrücklich dazu auf, die ?Vereinbarkeit von Familie und Erwerbstätigkeit zu fördern? (§ 80 [1] 2b BetrVG, Stand 2001). Doch nur zirka ein Drittel der Betriebsräte befasst sich 8 bisher mit familienfreundlichen Maßnahmen. II 78 Prozent der Beschäftigten arbeiten in einem Betrieb mit Betriebsrat. Aber nur acht Prozent der Betriebe verfügen über eine formalisierte Vereinbarung 9 über Familie und Beruf. I Mehr Flexibilität: Arbeitszeit- und Arbeitsortmodelle gibt es bereits viele ? doch nach wie vor existiert hier eine Kluft zwischen Wunsch und Wirklichkeit: II 57 Prozent der berufstätigen Frauen und 47 Prozent der berufstätigen Männer mit Kindern unter 18 Jahren und/oder regelmäßigen Pflegeaufgaben bewerten familienfreundliche Arbeitszeiten als äußerst wichtiges Handlungsfeld, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern. II 78 Prozent der Beschäftigten, die in Elternzeit sind, wünschen sich TeilzeitAngebote während dieser Phase. Doch entsprechende Vorschläge erhalten nur 29 Prozent der Befragten. II Fast alle Beschäftigten mit Kindern (93 Prozent) halten Sonderurlaub bei familiären Notlagen für ausgesprochen wichtig. Das ist derzeit jedoch nur der Hälfte der Beschäftigten möglich. II Ein Drittel der Beschäftigten mit Kindern oder pflegebedürftigen Angehörigen, in deren Betrieben Telearbeit nicht möglich ist, würde sich dieses 10 Angebot wünschen. I Leichterer Wiedereinstieg Auch aus Sicht der Beschäftigten ist der Erhalt von Wissen, Erfahrungen und Kontakten von großer Bedeutung ? gekoppelt mit dem Wunsch nach besserer Kinderbetreuung: II Jedes Jahr Auszeit, das sich Berufstätige nehmen, kann sich bei hoch qualifizierten Eltern in einer dauerhaften Einkommenseinbuße von bis zu drei Prozent für jedes unterbrochene Berufsjahr niederschlagen. II Zwei Drittel aller Berufstätigen mit Kindern ist es wichtig, dass der Arbeitgeber bei der Suche nach einer geeigneten Betreuung hilft. Ergänzend zum öffentlichen Betreuungsangebot bieten mittlerweile immer mehr Unternehmen eine betriebliche oder betrieblich unterstützte Kinderbetreuung an. Alles ist drin Welche familienorientierten Maßnahmen in Frage kommen Angesichts der Fülle familienfreundlicher Instrumente sollten Sie sich zunächst einen gründlichen Überblick verschaffen, welche Handlungsfelder es gibt. Dabei gilt: Viele Maßnahmen lassen sich ohne großen Zeitund Kostenaufwand umsetzen. Für die konkrete Regelung der einzelnen Maßnahmen finden Sie im Anhang Formulierungshilfen. 10 Familienorientierte Maßnahmen: Überblick Wann ihr wollt Flexible Arbeitszeiten bei der Bielefelder Gemeinnützigen Wohnungsgesellschaft (BGW) Die rund 150 Beschäftigten der BGW arbeiten, wann sie wollen. ?Ansparen? und ?Abgelten? lautet das Motto ? Lebensarbeitszeitkonten machen es möglich. Gleitende Arbeitszeiten gab es schon lange, doch 2001 sind Unternehmensführung und Betriebsrat noch einen Schritt weiter gegangen und haben die Kernarbeitszeiten abgeschafft. Diese kostenneutrale Lösung ermöglicht berufstätigen Müttern nun, mehrere Monate nicht zu arbeiten und dennoch kein Gehalt einzubüßen. Besonders die Zeit nach dem Mutterschutz kann so überbrückt werden. Ein Ausschuss aus Vertretern von Betriebsrat und Geschäftsleitung wacht darüber, ob die flexible Arbeitszeitgestaltung eingehalten wird. ?Um eine Betriebsvereinbarung zum Thema Familienfreundlichkeit zu erreichen, hilft es, ein Projektteam ?Familienfreundlichkeit? ins Leben zu rufen?, sagt Norbert Müller, der Geschäft[...]

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Kategorie: Erwerbstätigkeit und Arbeitsmarkt (273), Wirtschaft (253)

Schlagworte: BMFSFJ (54), Personalpolitik (44), Unternehmen (93)

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