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Geschlechterrollen und Behinderung

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Datum: 06.04.2006
Format: pdf
Größe: 264 KB
Autor:

Sprache: DE
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5 Kommentare Kommentare zu diesem Dokument

Beschreibung

Dokumentation zweier Themenforen unter dem Titel "Geschlechterrollen und Behinderung - Wunsch und Realität" 2004 in Wien

Auszug des Inhalts (unformatiert)

[...] Dass damit aber oft diverse Ausschlussmechanismen greifen, die eine Beeinträchtigung zur Behinderung machen, ist ebenfalls gesellschaftlich bedingt ? wenn es z.B. aufgrund fehlender baulicher Maßnahmen Menschen im Rollstuhl nicht möglich ist, ohne Hilfe öffentliche Verkehrsmittel in Anspruch zu nehmen So hält Bruner fest, dass "Behinderung wie Geschlecht keine Eigenschaft, kein Wesensmerkmal einer Person ist, sondern sich überhaupt erst in einem Verhältnis konstituiert" (Bruner 2000, 1). Zudem geht es "meist nicht nur um eine Dichotomisierung ..., sondern zugleich um eine Hierarchisierung" (Bruner 2000, 3). ?Behinderung? und ?Geschlecht? zueinander in Beziehung zu setzen und in ihrer sozialen Konstruiertheit zu erfassen ist ein komplexes Vorhaben. Bezogen auf den Arbeitsmarkt werden in der Literatur zum Thema "Geschlecht" und "Behinderung" zwei (scheinbar) widersprüchliche Aspekte herausgearbeitet (sh. z.B. Bruner 2003) einerseits die "Aberkennung" eines Geschlechts bzw. dessen ?Neutralisierung? Die ?Neutralisierung? bzw. ?Aberkennung? des Geschlechts bezieht sie sowohl auf körperliche und sexuelle Aspekte, als auch darauf, was allgemein unter ?Frauenrolle? bzw. ?Frausein? affimiert ? d.h. die einseitige Zuschreibung von Reproduktionsaufgaben, Mutterschaft etc., die Frauen mit Behinderung oft abgesprochen wird ? sie können sozusagen nicht unbegrenzt oder ausschließlich geben und pflegen, sondern sind auch auf Betreuung angewiesen. Diese versuchte ?Neutralisierung? betrifft vor allem Frauen mit Behinderung (bzw. wurde die Frage, ob auch Männer davon betroffen sind, bislang kaum diskutiert. Die Auseinandersetzung beispielsweise, ob Männern (mit und ohne Behinderung) generell eher das Ausleben ihrer Sexualität und somit ihre Körperlichkeit zugestanden wird oder auch hier ?der Öffentlichkeit? die Auseinandersetzung mit Körperlichkeit www.gem.or.at. ?Geschlechterrollen und Behinderung ? Wunsch und Realität?, Wien 2004, Seite 3/14 und Behinderung unangenehm ist und daher Männer ebenso von einer versuchten ?Neutralisierung? betroffen sind, wurde bislang kaum behandelt). Bezogen auf die Arbeitsmarktorientierung von jungen Frauen mit Behinderung zeigen Berichte von betroffenen Frauen, dass ? da ihnen keine ?Familienkarrieren? zugestanden werden ? in diesen Fällen oft eine starke Förderung Richtung Aus- und Weiterbildung für einen beruflichen Einstieg stattfindet. andererseits das Weiterwirken bzw. oft sogar noch Verstärken von frauen- und männerspezifischen Rollen und Normen Die versuchte ?Neutralisierung? des Geschlechts bezieht sich v.a. auf den Aspekt des Körpers, der Sexualität, der Reproduktion, sonst wirken viele andere geschlechtsspezifischen Muster und Zuschreibungen weiter bzw. werden noch verstärkt: So kann eine stärkere "Überbehütung" von Mädchen mit Behinderung und deren Eingrenzung auf den familialen Rahmen beobachtet werden, die Erziehung der Burschen ist hingegen stärker an den Prinzipien der Integration und Selbstständigkeit ausgerichtet. Damit in Zusammenhang steht die geringere Arbeitsmarktorientierung von Mädchen bzw. wenn, dann auf sehr traditionelle, ?weibliche? Bereiche, während Burschen hier stärker gefördert und motiviert werden, weiterführende Ausbildungen und Integrationsbemühungen in den 1. oder 2. Arbeitsmarkt in Angriff zu nehmen, wenngleich dies ebenfalls in Richtung ?männlich? geprägte Bereiche geschieht. Bezogen auf die Arbeitsmarktintegration und ?positionierung überwiegt offenbar die zweite Wirkungsweise. Die (wenigen verfügbaren) Statistiken zeigen, dass die Integration von Frauen in den Arbeitsmarkt weniger gefördert wird bzw. als nicht so selbstverständlich angesehen wird, wie jene der Männer. Arbeitsmarktbeteiligung von Frauen und Männern mit Behinderung Da es keine Daten gibt, die ein umfassendes Bild von der Erwerbsbeteiligung bzw. Nicht-Erwerbsbeteiligung von Frauen und Männern mit Behinderung zulassen, kann eine Annäherung nur über einzelne Studien und Auswertungen erfolgen. So wurden im Mikrozensus 2002 (sh. Klapfer 2003) die Erwerbsbeteiligung von Frauen und Männern mit körperlichen Beeinträchtigungen sowie langzeitliche Gesundheitsschädigungen erhoben: insgesamt haben rund 519.000 Personen im Alter von 15 bis 64 Jahren angegeben, dass sie körperliche Beeinträchtigungen sowie langzeitliche Gesundheitsschädigungen haben und sich dadurch eingeschränkt fühlen. Von diesen sind 240.200 erwerbstätig. Hier zeigen sich große geschlechtsspezifische Unterschiede und auch deutliche Differenzen zum Erwerbsstatus von Menschen ohne Beeinträchtigung: www.gem.or.at. ?Geschlechterrollen und Behinderung ? Wunsch und Realität?, Wien 2004, Seite 4/14 Tabelle 1: Erwerbstätigkeit von Menschen mit und ohne körperlicher Beeinträchtigung Erwerbstätigkeit der 15-64-Jährigen mit Beeinträchtigung erwerbstätig arbeitslos nicht erwerbstätig Erwerbstätigkeit der 15-64-Jährigen ohne Beeinträchtigung erwerbstätig oder arbeitslos Männer Frauen 52% 39% 5% 4% 43% 57% 81% 65% Quelle: Mikrozensus 2002, sh. Klapfer 2003 Vor allem die hohe Nicht-Erwerbstätigkeit von Frauen mit Beeinträchtigung von fast 60% fällt dabei auf und ist sicher als ein Indiz dafür zu sehen, dass hier großer Handlungsbedarf besteht. Zieht man die Zahl der begünstigten Behinderten heran, zeigt sich einerseits, dass diese in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen ist, andererseits dass der Frauenanteil hi[...]

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Kategorie: Erwerbstätigkeit und Arbeitsmarkt (273), GL und GM (110)

Schlagworte: Arbeitsmarktpolitik (7), Behinderung (2), Erwerbstätigkeit (62), Gender (8), Geschlecht (12)

5 Kommentare

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