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Implementierung von GM in den Strukturfondsprogrammplanungsdokumenten 2000-2006

GM_in_EU_Strukturfonds_2000_2006.pdf

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Datum: 06.04.2005
Format: pdf
Größe: 259 KB
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Sprache: DE
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Beschreibung

Die Mitteilung zur "Implementierung des Gender-Mainstreaming in den Strukturfonds-Programmplanungsdokumenten 2000-2006" gibt einen Überblick darüber, in welchem Umfang GM in die Programmplanung der Strukturfonds für den Zeitraum 2000-2006 Eingang gefunden hat. Es wird eine Bilanz der Fortschritte gezogen, es werden einige Good-Practice-Beispiele vorgestellt, und es wird aufgezeigt, in welchen Bereichen die Entwicklung nur langsam vorankommt.

Auszug des Inhalts (unformatiert)

[...] Aufhebung bestimmter Verordnungen, Artikel 2. Entschließung des Rates vom 2. Dezember 1996 betreffend die Einbeziehung der Chancengleichheit von Männern und Frauen in die Maßnahmen der Europäischen Strukturfonds (96/C 386/01). 3 die Schlussfolgerungen der ESF-Schlussbewertungen für den Zeitraum 1994-19999, die auf länderspezifischen Ergebnissen beruhen, dass sowohl die Maßnahmen als auch die nach Abschluss der Maßnahmen besetzten Arbeitsplätze ein Spiegel der bestehenden beruflichen Segregation und der gängigen geschlechterspezifischen Stereotype sind. Einen Wendepunkt markierte die im Rahmen der Gemeinschaftsinitiative BESCHÄFTIGUNG durchgeführte Initiative NOW (?New Opportunities for Women?) ? ein Vorläufer der späteren Maßnahmen zum Abbau der vertikalen und horizontalen Segregation. Die erfolgreiche Entwicklung unternehmerischer Tätigkeit bei den Frauen und die Maßnahmen zum Abbau der geschlechtsspezifischen Arbeitsmarktteilung bilden ein gutes Fundament für die derzeitigen Maßnahmen der Fonds. In Anknüpfung an diese Initiativen wurde die Dimension der Geschlechtergleichstellung in die methodischen Arbeitspapiere für die Vorbereitung des Programmplanungszeitraums 2000-2006 integriert. Dabei wurden die Aspekte Programmplanung, Ex-ante-Bewertung, Begleitung und Bewertung abgedeckt.10 Darüber hinaus hat die Kommission ein technisches Papier11 erstellt, das praktische Hinweise zur Umsetzung des Gender-Mainstreaming im Rahmen der von den Strukturfonds kofinanzierten Interventionen enthält und in dem der Begriff ?Gender-Mainstreaming? im Kontext der Strukturfonds definiert wird: ?Gender Mainstreaming? bedeutet, dass bei der Vorbereitung, Durchführung, Begleitung und Bewertung aller allgemeinen Maßnahmen und Tätigkeiten die Auswirkungen auf die jeweiligen Situationen der Frauen und Männer erkennbar und aktiv berücksichtigt werden. Dazu gehören auch die Planung, Durchführung, Begleitung und Bewertung von gezielten Maßnahmen und Tätigkeiten zur Förderung der Gleichstellung und zur Unterstützung von Frauen, damit diese gleichberechtigt teilnehmen und profitieren können. Die Pläne und Programme sollen insgesamt zur Gleichstellung von Männern und Frauen beitragen und so gestaltet sein, dass ihre Wirkung vor, während und nach der Durchführung erkennbar wird. 3. 3.1. GENDER-MAINSTREAMING ZIELE 1, 2 UND 3 PROGRAMMPLANUNGSDOKUMENTEN Maßnahmen zur IN DEN FÜR DIE Thematische Schwerpunkte Geschlechtergleichstellung der Förderung der Die Gleichstellung von Frauen und Männern wird in den laufenden Strukturfondsprogrammen wirksamer angegangen als im vorhergehenden Programmplanungszeitraum. Jedoch konzentriert man sich, wie bereits im vorangegangenen Programmplanungszeitraum, auf die Bereiche Beschäftigung und Humanressourcenentwicklung, wobei die Finanzierung zum großen Teil vom ESF übernommen wird. Dagegen werden andere Bereiche vernachlässigt, wie z. B. Umwelt, Verkehr, Entwicklung des ländlichen Raums, Forschung und Entwicklung usw. Eine Verknüpfung von Geschlechtergleichstellung und anderen horizontalen Themen, 9 10 11 ?Schlussfolgerungen der ESF-Schlussbewertungen?, Europäische Kommission, Oktober 2001. Arbeitspapier 2: ?Die Ex-ante-Bewertung der Strukturfondsinterventionen?, Anhang IV, Europäische Kommission; Arbeitspapier 3: ?Indikatoren für die Begleitung und Bewertung: Eine indikative Methode?, Anhang 2, Blatt I, Europäische Kommission. Technisches Papier 3: ?Einbeziehung der Chancengleichheit von Frauen und Männern in die Strukturfondsmaßnahmen", Europäische Kommission, März 2000. 4 wie nachhaltige Entwicklung oder Förderung der Wissensgesellschaft, fehlt in den meisten Programmen. 3.1.1. Vom ESF geförderte Maßnahmen: Schwerpunkt Humanressourcenentwicklung Der ESF spielt eine wichtige Rolle beim Abbau der geschlechtsspezifischen Unterschiede im Beschäftigungsbereich und bei der Verwirklichung der bis zum Jahr 2010 zur erreichenden Ziele der EBS. Eine besondere Rolle fällt ihm zu im Hinblick auf die Erfüllung der vom Europäischen Rat in Lissabon gemachten Zielvorgabe, die Beschäftigungsquote der Frauen auf 60 % anzuheben, sowie der in Barcelona vereinbarten Ziele, Betreuungsplätze für mindestens 90 % der Kinder zwischen drei Jahren und dem Schulpflichtalter und für mindestens 33 % der Kinder unter drei Jahren zur Verfügung zu stellen. Im Jahr 2001 sind die Beschäftigungsquoten der Frauen in fast allen Mitgliedstaaten gestiegen. Doch liegt die Beschäftigungsquote der Frauen in der EU (54,9 %) nach wie vor 18 Prozentpunkte unter der der Männer (73 %) und 5,1 Prozentpunkte unter der vom Europäischen Rat in Lissabon festgelegten Zielmarke. Außerdem stellen die Frauen immer noch den überwiegenden Teil der Teilzeitbeschäftigten. Die Arbeitslosenquote der Frauen liegt derzeit im EU-Durchschnitt um 2,4 Prozentpunkte über der der Männer. Das Vorhandensein von Kindern wirkt sich auf den Beschäftigungsstatus der Frauen stärker aus als auf den der Männer. Die Beschäftigungsquote kinderloser Frauen im Alter von 20 bis 50 Jahren (68 %) ist um 12 Prozentpunkte höher als die der Frauen mit Kindern unter 6 Jahren (56 %). Geschlechtsspezifische Unterschiede im Bereich Beschäftigung12 GESCHLECHTSSPEZIFISCHE UNTERSCHIEDE BEI DEN BESCHÄFTIGUNGSQUOTEN EU-15 Griechenland Spanien Italien Luxemburg Irland Belgien Niederlande 18,0 29,8 28,9 27,5 23,9 21,4 18,7 17,5 GESCHLECHTSSPEZIFISCHE UNTERSCHIEDE BEI DEN ARBEITSLOSENQUOTEN 2,3 8,6 8,0 5,6 0,7 -0,2 1,4 1,1 GESCHLECHTSSPEZIFISCHES LOHNGEFÄLLE 16,2 13,2 14,3 8,6 keine Angabe 19,8 7,3 21,1 12 Arbeitspapier der Kommissionsdienststellen: Beurteilung der Umsetzung der beschäftigungspolitischen Leitlinien 2001 ? Begleitdokument zum Gemeinsamen Beschäftigungsbericht 2002. 5 Österreich Portugal Frankreich Deutschland Vereinigtes Königreich Dänemark Finnland Schweden 16,5 15,8 14,1 13,7 13,3 8,3 5,5 2,9 1,3 1,9 3,4 0,4 -1,1 1,1 1,1 -0,3 21,1 5,9 10,8 19,4 24,3 10,4 keine Angabe keine Angabe In den meisten ESF-Programmen stellen die für den Bereich Geschlechtergleichstellung definierten Prioritäten auf zwei Hauptziele ab: Verbesserung des Zugangs der Frauen zu Beschäftigung und Ausbildung sowie Erhöhung der Beschäftigungsquote und der Bildungsbeteiligung der Frauen einerseits und Vereinbarkeit von Familie und Beruf andererseits. Bei den Maßnahmen zur Erhöhung der Erwerbs- und Bildungsbeteiligung der Frauen geht es zumeist um die Förderung der Beschäftigungsfähigkeit von erwerbslosen Frauen und Frauen mit einem besonders hohen Risiko, arbeitslos zu werden, sowie um die Überwindung der Qualifikationsbarrieren für neu in den Arbeitsmarkt eintretende oder in den Arbeitsmarkt zurückkehrende Frauen. Somit geht es hier um Berufsbildungs- und Beratungsmaßnahmen sowie um Sensibilisierungs- und Informationsmaßnahmen. In begrenztem Umfang werden Anstrengungen unternommen zur Verbesserung der Arbeitsplatzqualität, zum ?Empowerment? der Frauen und zur Förderung ihrer beruflichen Entwicklung. Lediglich einige wenige Maßnahmen zielen auf den Abbau des geschlechtsspezifischen Lohngefälles oder auf die Förderung des Zugangs der Frauen zu Management-Positionen oder zu traditionell männerdominierten, hochqualifizierten Berufen in den Bereichen Information und Technologie ab. Auch die Förderung und Unterstützung der unternehmerischen Tätigkeit von Frauen und von Unternehmensgründungen durch Frauen wird nur in wenigen Programmen als Priorität genannt. Bei den Maßnahmen, die auf eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf abstellen, geht es in erster Linie um die Unterstützung von Kinderbetreuungseinrichtungen. Der Betreuung älterer Menschen und anderer betreuungsbedürftiger Personen wird nur sehr geringe Aufmerksamkeit geschenkt. Einige Aktivitäten zielen auf die Einführung flexiblerer Arbeitszeitregelungen ab, doch fehlt es häufig an flankierenden Maßnahmen. Das Hauptproblem, das sich im vorangegangenen Programmplanungszeitraum abzeichnete, dass nämlich viele Maßnahmen bestehende geschlechtsspezifische Muster und die geschlechtsspezifische Segregation verstärken, setzt sich im aktuellen Programmplanungszeitraum fort. Maßnahmen zur Förderung des Zugangs der Frauen zum traditionellen Dienstleistungssektor, Beratungsangebote, Qualifizierungsund Ausbildungsmaßnahmen oder Investitionen in die Kinderbetreuung sind häufiger anzutreffen 6 als Maßnahmen zum Abbau der Geschlechtersegregation auf dem Arbeitsmarkt, zur Beseitigung des geschlechtsspezifischen Lohngefälles oder zur Förderung des Au[...]

Diesem Dokument zugeordnet

Kategorie: GL und GM (110), Politik und Recht (61)

Schlagworte: EU (23), Europäischer Sozialfonds (6), Gender Mainstreaming (21), Praxisbeispiele (17), Programmplanung (1)

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