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Frauen auf Expedition in das Jahr 2020

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Datum: 21.07.2009
Format: pdf
Größe: 0.9 MB
Autor: Claire Schaffnit-Chatterjee

Sprache: DE
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Beschreibung

Wie könnte sich bis 2020 die Gleichstellungssituation weiter entwickeln? Mit diesen Fragen befasst sich die vorliegende Studie. Mit Hilfe des in der jüngst veröffentlichten, umfassenden Studie von Deutsche Bank Research "Deutschland im 2 Jahr 2020". dargestellten analytischen Rahmens untersuchen wir, wie sich die zu erwartenden strukturellen Veränderungen auf Frauen auswirken werden bzw. welchen Einfluss die Frauen selbst auf diese Veränderungen haben werden.

Auszug des Inhalts (unformatiert)

[...] In Vollzeit berufstätige Frauen verdienen durchschnittlich 23% weniger als Männer; damit ist der Abstand zwischen den Löhnen von Männern und Frauen in Deutschland einer der höchsten in Europa. Im Bundestag sitzen doppelt so viele männliche wie weibliche Abgeordnete. An Universitäten und Fachhochschulen sind weniger als ein Viertel der Studenten von Natur- und Ingenieurwissenschaften Frauen. In den EU-Ländern sind in den jeweils 50 größten Aktiengesellschaften durchschnittlich 11% der Spitzenmanager und 4% der Vorstandsvorsitzenden Frauen. Es lässt sich kaum bestreiten, dass keine Gleichstellung zwischen den Geschlechtern herrscht. Diesem Problem wird auch auf internationaler Ebene große Bedeutung beigemessen; so lautet das dritte der Millennium Development Goals: Förderung der Gleichstellung der Geschlechter und Stärkung der Rolle der Frauen. Dies ist schon für sich genommen ein wichtiges Entwicklungsziel, das jedoch außerdem auch für andere Ziele, wie z.B. die allgemeine Schulbildung, die Senkung der Kindersterblichkeit für Kinder unter 5 Jahren, die Verbesserung der Gesundheit von Müttern und die Prävention von HIV-/AIDS-Infektionen eine entscheidende Rolle spielt. Bei uns hat die EU das Jahr 2007 zum ?Europäischen Jahr der Chancengleichheit für alle ? zu einer gerechten Gesellschaft? ausgerufen und viele Initiativen durchgeführt, um ?die Menschen in der Europäischen Union für ihre Rechte auf Gleichbehandlung und auf ein Leben ohne Diskriminierung? zu sensibilisieren. Geschlechtsbedingte Diskriminierung war dabei ein wichtiges Thema. Die Tatsachen sprechen für sich (siehe Box). Sei es aufgrund mangelnder Möglichkeiten oder aufgrund selbst getroffener Entscheidungen: In den meisten Lebensbereichen sind Frauen und Männer in Deutschland im Jahr 2008 nicht gleichermaßen vertreten. Sicherlich wurden im Laufe der Jahre Fortschritte erzielt. Aber wird sich dieser Prozess fortsetzen? W ie könnte sich bis 2020 die Gleichstellungssituation weiter entwickeln? Mit diesen Fragen befasst sich die vorliegende Studie. Mit Hilfe des in der jüngst veröffentlichten, umfassenden Studie von Deutsche Bank Research ?Deutschland im 2 Jahr 2020?. dargestellten analytischen Rahmens untersuchen wir, wie sich die zu erwartenden strukturellen Veränderungen auf Frauen auswirken werden bzw. welchen Einfluss die Frauen selbst auf diese Veränderungen haben werden. W ir gehen den Implikationen für W irtschaft, Staat und Gesellschaft nach. Die strukturellen Veränderungen sind im Schaubild auf Seite 4 dargestellt. Im gesamten Text werden die Illustrationen dieses Schaubilds am Rand anzeigen, auf welche strukturelle Veränderung sich die jeweils diskutierte Entwicklung bezieht. W ir konzentrieren uns auf die Situation der Frauen, aber selbstverständlich wird jede Veränderung für diese Gruppe auch Veränderungen für Männer, Kinder, Familien und die Gesellschaft insgesamt mit sich bringen. Außerdem ist festzuhalten, dass Gleichstellung nicht Gleichheit, sondern Chancengleichheit bedeutet! Heutzutage wird eine simple, polemische Gegenüberstellung der Situation von Männern und Frauen zumeist als langweilig empfunden, weil sie zu sehr auf den Status quo abhebt und daher zu stark polarisiert. In dieser Studie wollen wir untersuchen, in welchen Beschreibungsdimensionen sich die Teilhabe von Männern und Frauen an verschiedenen Lebensbereichen verändern könnte. Dabei muss vor allem die Polarität zwischen maskulinen und femininen Ansätzen Analyse der Auswirkungen von Schlüsseltrends (Deutschland 2020) in vier zentralen Bereichen 1 2 Zitiert von Clare Davidson, BBC News: Feminine Women ?can succeed too?. Jan Hofmann, Ingo Rollwagen und Stefan Schneider (2007). Deutschland im Jahr 2020 ? Neue Herausforderungen für ein Land auf Expedition. Deutsche Bank Research. Aktuelle Themen. www.expeditiondeutschland.de. 3 5. Mai 2008 Aktuelle Themen 419 überwunden werden. Erforderlich ist, dass beide Geschlechter für einen übergreifenden Zweck zusammenarbeiten, von dem die Gesellschaft insgesamt profitiert. Im ersten Abschnitt gehen wir kurz auf die grundlegenden Veränderungen ein, die Deutschland bis zum Jahr 2020 erfährt. Dann untersuchen wir, welche Auswirkungen die zu diesem Szenario führenden Trends in vier Schlüsselbereichen haben. Im zweiten Abschnitt untersuchen wir, wie gut sich Beruf und Familie in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft vereinbaren ließen bzw. lassen. Der dritte Abschnitt befasst sich mit der Berufstätigkeit von Frauen im Allgemeinen, der künftigen Entwicklung flexibler Arbeitsmodelle, der jeweiligen Dominanz von Frauen bzw. Männern in den einzelnen Sektoren und den Einkommensunterschieden zwischen Frauen und Männern. Im vierten Abschnitt geht es darum, in welchem Umfang Frauen in Entscheidungsprozesse eingebunden sind. Der fünfte Abschnitt geht auf die Bedeutung von Frauen als Konsumenten ein. Danach fassen wir zusammen, in welcher Situation sich Frauen in Deutschland im Jahr 2020 befinden dürften, und analysieren die Implikationen für Regierungen, Unternehmen und die Gesellschaft insgesamt. 4 5. Mai 2008 Frauen auf Expedition - in das Jahr 2020 U, -' + m die richtigen wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und politischen Entscheidungen treffen zu können, muss zunächst als Grundlage ein konsistentes Bild von der Zukunft vorhanden sein. Deutsche Bank Research hat daher mögliche Entwicklungspfade für die deutsche W irtschaft und Gesellschaft skizziert und untersucht, welches 3 Zukunftsbild am plausibelsten ist. Diese Studie beruht auf einer innovativen Szenarioanalyse. Die Kernelemente des Szenarios ?Expedition Deutschland? für das Jahr 2020 werden aus Sicht des Jahres 2020 im folgenden Kasten formuliert. Die Skizze konzentriert sich auf die vier zuerst genannten strukturellen Veränderungen der oben aufgeführten Liste, da die drei übrigen sich weitgehend von selbst erklären. Deutschlands künftiger Strukturwandel 2007 Wertschöpfungsmuster: 2020 Die Projektw irtschaft Zu offeneren Geschäftsprozessen und -kulturen Politisch-rechtlicher Rahmen: Koregulierung Zu mehr Freiheit und schlauer öffentlicher Verwaltung Gesellschaftliches Potential: Die Tätigkeitsgesellschaft Zu mehr Ressourcen, Partizipation und Eigenverantwortung Intellektuelles Kapital: Effizientes Lernen und Wissensmärkte Zu mehr Bewertung, Anerkennung, Handel Digitalisierung: Schlauere Netze Zu mehr Benutzerfreundlichkeit und Sicherheit Energieversorgung: Diversifikation und Dezentralisierung Zu mehr ?Öko-Exzellenz? und Zuverlässigkeit © Illustrationen: Martini, Meyer 2007 Globale Integration: Reife Globalisierung, boomende Kreativität Zu besserer globaler Koordination, starken kreativen Industrien 3 Jan Hofmann, Ingo Rollwagen und Stefan Schneider (2007). Deutschland im Jahr 2020 ? Neue Herausforderungen für ein Land auf Expedition. Deutsche Bank Research. Aktuelle Themen 382. Siehe auch www.expeditiondeutschland.de. 5 5. Mai 2008 Aktuelle Themen 419 Projekt ?Deutschland 2020? Anno 2020. Die ?Projektwirtschaft? liefert 15% der Wertschöpfung in Deutschland (in 2007 waren es etwa 2%). ?Projektwirtschaft? steht für zumeist temporäre, außerordentlich kooperative und oft globale Wertschöpfungsprozesse. Diese Art der Kooperation ist für viele Unternehmen heute häufig die effizienteste Art des Wirtschaftens. Denn Produktlebenszyklen haben sich weiter verkürzt; die Breite und Tiefe des Wissens, die für die Entwicklung und Vermarktung erfolgreicher Produkte nötig sind, haben rapide zugenommen; erfolgreiche Produkte entstehen immer häufiger durch die Konvergenz verschiedener Technologie- bzw. Wissensfelder, und viele Unternehmen und Forschungseinrichtungen sind in 2020 noch stärker spezialisiert als schon 2007. Sie kooperieren daher immer häufiger in gemeinsamen Projekten, oft in Form rechtlich und organisatorisch eigenständiger Projektgesellschaften. In diese Projekte entsenden sie spezialisierte Mitarbeiter oder Organisationsteile, investieren Kapital oder stellen Wissen und Netzwerke zur Verfügung. So können die Unternehmen flexibel, mit geteilten Kosten und geteiltem Risiko auf die deutlich gestiegenen Wissens- und Geschwindigkeitsanforderungen der globalen Märkte reagieren. Damit haben sie oft, aber keinesfalls immer Erfolg: Auch in 2020 erzeugt Kooperation viel persönliche und strategische Reibung. Für ein Abmildern der technischen Reibung sorgen 2020 reife, hoch standardisierte Informationstechnologien. Die Projektwirtschaft ist dabei eng mit der klassischen Art des Wirtschaftens verwoben. Auch 2020 bringen viele Unternehmen noch Produkte im Alleingang auf den Markt. Oft kooperieren dieselben Unternehmen jedoch in anderen Mär[...]

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Kategorie: GL und GM (110)

Schlagworte: Berufstätigkeit (2), Frauen (54), Gleichstellung (69), Macht (2), Vereinbarkeit Beruf und Familie (195), Zukunft (4)

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