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Positionspapier des Fachgremiums für Gleichstellung von Frauen und Männern am Arbeitsmarkt

Positionspapier_FG_Endversion_mit_Anlage_3_20.11.08.pdf

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Datum: 02.02.2009
Format: pdf
Größe: 247 KB
Autor:

Sprache: DE
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Beschreibung

Dieses Positionspapier dient dem Fachgremium für Gleichstellung von Frauen und Männern am Arbeitsmarkt als einheitliche Basis für dessen Arbeit. Die darin enthaltenen Standpunkte sollen auch anderen Akteurinnen und Akteuren als Anregung und Argumentationshilfe dienen. Es kann von Verbänden und Organisationen, Entscheidungstragenden in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, von Betriebsräten sowie weiteren am Thema interessierten Menschen unter Verweis auf dieses Dokument verwendet werden.

Auszug des Inhalts (unformatiert)

[...] Stufe: Vereinbarkeit von Beruf und Kinderbetreuung Als vordringliches Ziel bisheriger und zukünftiger Vereinbarkeitsprogramme ist zunächst vor allen Dingen unter Gleichstellungsaspekten die bessere Vereinbarkeit von Kinderbetreuung und Beruf zu bestimmen. Die Förderung der Erwerbsbeteiligung der Positionspapier des Fachgremiums: Vereinbarkeit von Erwerbs- und Privatleben 2 Frauen und die stagnierenden oder sinkenden Geburtenraten geben hierfür auch weiterhin den Ausschlag. Unter Kinderbetreuung ist dabei im Sinne der familienrechtlichen Pflichten und des Achten Sozialgesetzbuches die elterliche Sorge für die Kinder mit einem Förderungsauftrag zu verstehen, der in gleichem Maße Erziehung, Bildung und Betreuung umfasst und die soziale, emotionale, körperliche und geistige Entwicklung des Kindes beachtet. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Aufgabe der Kinderbetreuung nicht endet, wenn die institutionellen Angebote und Leistungen auslaufen. Auch bei älteren Kindern bleiben die Eltern/Erziehungsberechtigten bis zur Volljährigkeit zur Personensorge verpflichtet und haben daher, wenn auch abnehmend oder nicht mehr kontinuierlich, Betreuungsaufgaben wahrzunehmen. 2. Stufe: Vereinbarkeit von Familie und Erwerbsleben Die demografische Entwicklung und die veränderten Anforderungen durch die zunehmende Lebenserwartung zwingen nun dazu, auch die Familienleistung der Pflege mit in den Blick zu nehmen. Für die Berücksichtigung der beiden Familienaufgaben (Kinder-) Betreuung und Pflege bei der Gestaltung des Arbeitslebens hat sich der Begriff Vereinbarkeit von Familie und Beruf etabliert. Familie sollte dabei an erster Stelle stehen, um deutlich zu machen, dass dieser Kern und diese Basis unserer Gesellschaft nicht nur Anpassung leisten, sondern auch Berücksichtigung ihrer Belange erleben muss. Familie soll lebbar und individuell gestaltbar sein auch unter den Bedingungen des beruflichen Alltags. Erweiterung: Familienbegriff In diesem Zusammenhang ist unter Familie mehr zu verstehen als die traditionelle Kernfamilie, bestehend aus Mutter, Vater und (Klein-)Kind. Ausgehend von den auch rechtlich verankerten Aufgaben der Personensorge, Unterhaltsverpflichtung, Betreuung, Erziehung und Pflege ist als Familie vielmehr jedes Zusammenleben von gewisser Dauer und im Sinne einer Einstehensgemeinschaft zu verstehen. Familie ist zu verstehen als eine enge soziale Beziehung zwischen Menschen, die sich insbesondere durch gegenseitige soziale Verpflichtungen, durch Kinder und andere generationelle Beziehungen sowie durch gelebte Partnerschaftsbeziehungen verbinden. Zu ihnen gehören Patchworkfamilien, Lebenspartnerschaften mit und ohne Kinder, Lebensgemeinschaften mit und ohne Kinder genauso wie Pflegefamilien oder aktive Großeltern. Der Wandel der familialen Lebensformen, die Auflösung eines tradierten Rollenverständnisses sowie das umfassendere Anerkenntnis sozialer Aufgaben führt schließlich mehr und mehr dazu, dass familiäre Aufgaben durch Frauen und Männer in gleichem Maße wahrgenommen werden. Erweiterung: Erwerbsleben Im Unterschied zum auch gängigen Begriff des Berufes ist das Erwerbsleben umfassender. Unter Beruf versteht man diejenige institutionalisierte Tätigkeit, die ein Mensch für finanzielle oder herkömmliche Gegenleistungen oder im Dienste Dritter regelmäßig erbringt, bzw. für die er ausgebildet, erzogen oder berufen ist. Das Erwerbsleben der arbeitenden Frauen und Männer ist ausdifferenzierter. Viele arbeiten nicht mehr in ihren erlernten Berufen, arbeiten in Teilzeit oder in mehreren Tätigkeitsfeldern. Deshalb kann der Begriff ?Beruf? nur einen Teilaspekt abbilden. Das Positionspapier des Fachgremiums: Vereinbarkeit von Erwerbs- und Privatleben 3 Erwerbsleben umfasst sämtliche Tätigkeiten, die dem Erwerb und der Sicherung der Lebensgrundlage dienen und wird daher den veränderten Erwerbsbedingungen eher gerecht. Erwerbsleben ist danach die selbständige oder unselbständige, kurz- oder langfristige Tätigkeit unabhängig von ihrem Umfang und den zu erzielenden Verdienstmöglichkeiten. 3. Stufe: Vereinbarkeit von Erwerbs- und Privatleben Der Begriff des Privatlebens ist umfassender und beschreibt sämtliche Tätigkeiten und Aktivitäten außerhalb des Erwerbslebens. Es gibt weit mehr Lebensaktivitäten, die mit dem Erwerbsleben abgestimmt werden müssen, und zwar von beiden Geschlechtern. Die Gestaltung seines Lebens leistet jede Frau und jeder Mann individuell, wobei sich die Lebenszusammenhänge innerhalb und außerhalb familiärer Strukturen stetig verändern und den sozialen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen anpassen müssen. Dies wird mehr denn je von Frauen und Männern erwartet. Mit der Wahl dieses weiten Begriffes wird die Bedeutung sämtlicher privaten Aufgaben und Interessen im Leben einer jeden Beschäftigten und eines jeden Beschäftigten bestätigt und akzeptiert, ohne den Focus auf bestimmte Lebensleistungen oder[...]

Diesem Dokument zugeordnet

Kategorie: Vereinbarkeit in Stadt und Land (198), Familie-Leben-Zeit (257), GL und GM (110)

Schlagworte: Arbeitsmarkt (27), Erwerbstätigkeit (62), Fachgremium (1), Führungskompetenz (2), Gleichstellung (69), Kinderbetreuung (75), Lebensbereiche (3), Personalentwicklung (5), Positionspapier (1), Unternehmenskultur (16), Vereinbarkeit Beruf und Familie (195)

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