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Genderaspekte und Kund/innennutzen

Genderaspekte_Kundenberatung.pdf

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Datum: 07.03.2008
Format: pdf
Größe: 261 KB
Autor:

Sprache: DE
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Beschreibung

Da der Versuch, die Botschaft der Chancengleichheit auf "direktem" Wege als gesamtgesellschaftliches Anliegen in die Unternehmen zu tragen, von Betrieben mit großer Zurückhaltung beantwortet wird, sind wir zu der Ansicht gelangt, dass Gender Mainstreaming zu einer "Querschnittsaufgabe" für die Berater/innen von ARBEIT & LEBEN gGmbH nur in Verbindung mit konkreten betrieblichen Projekte werden kann.

Auszug des Inhalts (unformatiert)

[...] Dabei steht der Kund/innennutzen immer im Vordergrund. Das heißt, die Umsetzung von Chancengleichheit ist immer an ein konkretes betriebliches Projekt gebunden und funktioniert unserer Überzeugung nach nur in dieser Verbindung. Damit hebt sich der Ansatz deutlich von dem oben angesprochenen ?direkten? Weg ab. Die Berücksichtigung der Lebensverhältnisse, Interessen und Fähigkeiten von Männern und Frauen in den zu beratenden Unternehmen ist integraler Bestandteil des Beratungsansatzes. Möglich wird dies durch die konsequent systemische und beteiligungsorientierte Vorgehensweise der Berater/innen von ARBEIT & LEBEN gGmbH. Die Idee und unsere Überzeugung ist dabei, dass die Anwendung von Gender Mainstreaming als ein nutzbringender, qualitätssteigender Bestandteil der KMU-Prozessbegleitung vom Unternehmen erlebt werden muss, um es verankern zu können. 2. Der Beratungsansatz von ARBEIT & LEBEN gGmbH Im Mittelpunkt jeder Beratung steht der Kund/innennutzen. Die Aufgabe der Berater/in besteht darin, im Sinne des Kund/innennutzens Unterstützung zu leisten. Dabei - so das Selbstverständnis der Berater/innen von ARBEIT & LEBEN gGmbH - bringen sie die Prozesskompetenz und die Kundin/der Kunde die notwendige Fachkompetenz - das ?Insider-Wissen? - in den Prozess mit ein. Die Berater/innen helfen den Kund/innen dabei, herauszufinden, was genau das Problem/Thema/Projekt ist und wie es bearbeitet bzw. gelöst werden kann. Strukturieren, fragen und konsequentes Hinterfragen sind die Aufgaben der Berater//innen im Prozess. Dabei werden alle für das Problem/Thema/Projekt und dessen Bearbeitung relevanten Aspekte berücksichtigt. Die Aufmerksamkeit des Kunden/der Kundin wird diesem Grundsatz entsprechend selbstverständlich auch auf Genderaspekte gelenkt. Wichtiges Prinzip: Transparenz schaffen. Um dem Kund/innennutzen optimal dienen zu können, geht ARBEIT & LEBEN gGmbH in der Beratung beteiligungsorientiert und systemisch/ganzheitlich vor. 3 Beteiligungsorientierung: In allen Phasen der Prozessberatung werden betroffene Personen mit einbezogen. In der Problemanalyse werden beispielsweise mögliche Benachteiligungen von Frauen oder Männern bzw. deren Ursachen getrennt erhoben und transparent gemacht. Geschlechtsspezifische Problemlagen und Bedürfnisse können somit verdeutlicht werden. Systemischer/ ganzheitlicher Ansatz: In allen Phasen der Prozessberatung wird die Situation ganzheitlich betrachtet und damit die zentralen Einflussfaktoren und ihre Wechselwirkungen transparent gemacht. Damit ist es u.a. möglich, unterschiedliche Auswirkungen eines Problems auf beide Geschlechter und Lösungsauswirkungen für das ganze System aufzuzeigen. So werden beispielsweise bei der Definition von Zielen und von Kriterien der Zielerreichung (?Woran ist zu erkennen, dass das Ziel erreicht ist??) vor allem auch Zielwechselwirkungen thematisiert. Dabei werden konkrete Gleichstellungsziele formuliert und konkrete Teilziele daraus abgeleitet. Für die Beurteilung von Zielwechselwirkungen werden geschlechtsspezifische Problemlagen/ Bedürfnisse von Männern und Frauen herangezogen. 3. Die Phasen der Prozessbegleitung und des Projektmanagements in KMU ARBEIT & LEBEN gGmbH geht bei der Beratung von KMU in Phasen vor. 1. Vorbereitung auf die Beratung (Erstgespräch meist telefonisch) 2. Auftragsklärung 3. Problemanalyse 4. Konzepterstellung 5. Umsetzung/Durchführung von Maßnahmen 6. Evaluation 4 3.1 Vorbereitung auf die Beratung/Erstgespräch: Ziel der Vorbereitung ist es, sich nach Möglichkeit einen ersten groben Überblick über das Kund/innensystem zu verschaffen. Dabei können in einem ersten Gespräch/ einer ersten Recherche (Internet oder andere Quellen) bereits einige Fragen vorgeklärt werden: Branche/Markt Hauptgeschäft Kunden/ Kundinnen Wie viele Mitarbeiter/innen gesamt? ? Organigramm?, prozentuale Verteilung Männer, Frauen Wie viele Mitarbeiter/innen in welchem Bereich? ? Welche Qualifikation?, Verteilung Männer, Frauen Filialen? Betriebsrat? Schon das Wissen über die Branche, in der das Unternehmen tätig ist, lässt Rückschlüsse über mögliche Genderaspekte zu, die dann im ersten Vorortgespräch über gezielte Fragen angesprochen werden können. Beispiele: 1. Eine Bäckereikette mit mehreren Filialen, die ihren Umsatz steigern und ihre Mitarbeiter/innen mit Hilfe von Verkaufstrainings weiter qualifizieren möchte. Mögliche Rückschlüsse: In diesem Unternehmen ist aller Wahrscheinlichkeit nach überwiegend eine weibliche Belegschaft in vorwiegend Teilzeitbeschäftigungsverhältnissen anzutreffen. Hier muss angesprochen werden, wie den betroffenen Mitarbeiter/innen die Teilnahme an einer Qualifizierung ermöglicht werden kann (Erreichbarkeit des Qualifizierungsortes, Kinderbetreuung etc.) Oder: 2. Ein Unternehmen ist im Rohrleitungs- und Industrieanlagenbau tätig und sucht nach Möglichkeiten, in einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess seine Geschäftsabläufe zu optimieren. In diesem zweiten Fall werden aller Wahrscheinlichkeit nach in der Produktion überwiegend Männer in Vollzeitbeschäftigungsverhältnissen arbeiten. In diesem Zusammenhang kann das sensible Nachfragen nach Belastungsmomenten und Entlastungsmöglichkeiten von Bedeutung sein: Es ist bekannt, dass Männer unter Stressbedingungen höheren gesundheitlichen Risiken ausgesetzt sind als Frauen (Herz-/Kreislauferkrankungen). 5 3.2 Auftragsklärung Ziel der Auftragsklärung ist es, den Gesamtzusammenhang, in dem das Problem/Thema/Projekt eingebettet ist, zu verstehen und tr[...]

Diesem Dokument zugeordnet

Kategorie: Wirtschaft (253), Erwerbstätigkeit und Arbeitsmarkt (273), Familie-Leben-Zeit (257), GL und GM (110)

Schlagworte: betriebliche Beratung (2), Gender Mainstreaming (21)

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