Bürgermeister Bernd Dikau
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Gemeinde Lohmen
Gemeinde Lohmen
Viele Beschäftigungsverhältnisse sind durch betriebliche Bedingungen und lange Wegezeiten instabil. Mit dem zunehmenden Mangel an Fachkräften wird bei den von Fachkräften abhängigen Betrieben das Interesse an (u.U. flexibel zu handhabender) Ansiedlung der Stammkräfte im regionalen Umfeld stärker werden. Das erfordert, sich rechtzeitig auf Bedingungen der Vereinbarkeit von Erwerbs- und Privatleben einzustellen. Bisherige Projekte zur Unterstützung von erwerbstätigen Familien und im Freizeitbereich schufen Teillösungen, die aber nicht komplex wirksam werden.
Das Projekt soll Aufgabenfelder und Struktur für eine individuelle Vereinbarkeit von Erwerbs- und Privatleben sowie von Pflege und Beruf als Dienstleistung erarbeiten. Dazu bildet die Gemeinde Lohmen als Projektträger zusammen mit der Nachbargemeinde Dobbertin aus Pflegebetrieben, aus der Familienservice-Agentur mit ihrem Firmenpool, aus den gemeinnützigen Vereinen u.a.m. ein Netzwerk. Dieses wird Träger einer Koordinierungsstelle für ländlichen Service. Sie stellt Angebote kommunaler und privatwirtschaftlicher Pflege-, Dienstleistungs- und Versorgungseinrichtungen, der Familien-Service-Agentur und der Vereine zusammen, die für die Vereinbarkeit von Erwerbs- und Privatleben aus ganzheitlicher Sicht hilfreich sein können und macht diese bekannt. Sie koordiniert Angebote für ortsansässige Mitarbeiter in gewerblichen Betrieben, Kur- und Tourismusbetrieben, für Freiberufler ebenso wie für Einpendler und Auspendler sowie für Touristen und Patienten (bei diesen z.B. Vereinbarkeit Pflege Familienangehöriger und Kur). Ergebnis soll eine nachhaltige Beratungs- und Vermittlungseinrichtung sein ("Netzwerk-Koordinator"), die in einem größeren Wirkungskreis tätig ist und aus privaten sowie öffentlichen Mitteln finanziert wird. Die Kernaufgabe wird darin bestehen, individuell die Vereinbarkeit von Erwerbs- und Privatleben sowie die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf durch schnelle, flexible Organisation oder Vermittlung von Leistungen an Erwerbstätige zu gewährleisten.
Standortnachteile wie z.B. lange Wegezeiten, Anforderungen aus Schichtarbeit, dezentrale Versorgung- und Freizeiteinrichtungen usw. für Ein- und Auspendler sollen kompensiert werden. Durch größere Flexibilität und individuelle Lösungen z.B. bei der Betreuung von Kindern oder anderen Familienangehörigen, bei der Versorgung mit Waren des täglichen Bedarfs, bei den Pflichten im Haushalt, bei der Freizeitgestaltung usw. sollen für Beschäftigte, Touristen sowie Patienten der Reha-Klinik Erleichterungen und Vereinbarkeiten geschaffen werden.